„Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.“

Ernst Ferstl, österreichischer Lehrer und Schriftsteller, *1955

Grenzen helfen uns dabei Zeit für die Dinge zu schaffen, die uns am Herzen liegen.

Leider ist das Wort „Grenze“ an sich schon negativ geprägt, sodass es sich schon falsch anfühlen kann überhaupt „Grenzen setzen“ zu wollen.

Schauen wir uns mal beide Seiten der Medaille an:

Grenzen können ’negativ‘ betratet…

  • … das Handeln einschränken
  • … zu Konflikten führen
  • … unangenehme Gefühle auslösen
  • … uns voneinander distanzieren.

‚Positiv‘ betrachtet können Grenzen…

  • Schutz bieten
  • Selbstschutz ermöglichen
  • … für Klarheit sorgen
  • … die eigene Identität schützen
  • … helfen Prioritäten zu setzen
  • … unsere körperliche Gesundheit fördern
  • … unsere mentale Gesundheit unterstützen

Die Liste kann mit Sicherheit noch fortgeführt werden. Was ich damit zeigen möchte ist, dass Grenzen setzen zunächst einmal nicht zwangsläufig zu den negativen Konsequenzen führen muss. Insbesondere, weil in der ersten Liste die Punkte nicht umbedingt negativ ausfallen. Beispielsweise emöglicht ein eingeschränktes Handeln, sich besser auf den eingeschränken Bereich konzentrieren zu können. Oder Konflikte müssen nicht bestehen bleiben und können aufgelöst werden.

Hier nur Schwarz-Weiß zu sehen kann uns davon abhalten mutig zu sein und zu erfahren, welche wertvollen Vorteile es bringen kann Grenzen zu setzen. Wenn wir also nicht nur das Wort „Grenze“ betrachten, sondern das was sich dahin verbirgt wird schnell klar, dass „Grenzen setzen“ eine Handlung ist, die vielmehr neutral betrachtet werden darf.

Dies ist der erste Schritt sich dem Thema erstmal theoretisch zu nähern.

Was darauf folgt ist, das neugierige Erkunden danach zu handeln. Du kannst damit beginnen dir selbst Grenzen zu setzen. Ein Beispiel wäre die Bildschirmzeit deines Smartphones zu begrenzen, oder die Menge der Süßigkeiten, die du dir täglich genehmigst.

Das sind kleine Veränderungen im Alltag, die eine große Wirkung mit sich bringen können. Versuche einmal zu bemerken, was sich dadurch zum positiven verändert. Vielleicht hast du durch die zuvor genutzte Zeit für dein Smartphone Zeit nun für dich und deine direktes Umfeld zur Verfügung. Gleiches gilt für die Zeit, Kalorien und Geld für den Süßigkeitenkonsum. Lege dir ein Sparschwein und Maßband zu und mache sichtbar, welche Fortschritte du mit Grenzen erreichen kannst.

Mehr zum Thema Grenzen setzen und was es mit Freiheit zu tun hat erfährst du im nächsten Blog.

„Das Gefühl verdächtige ich nicht, falsch zu sein.“

Zitat: Luc de Clapiers (1715-1747), franz. Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Was damals noch eine Vermutung aufgrund von Beobachtung war, ist heute auch wissenschaftlich belegt. Gefühle sind echt.

Aber was sind Gefühle eigentlich? Wo kommen sie her und sind sie auch ehrlich?

Grob könnte man Gefühle in zwei Kategorien sortieren:

  • angenehm
  • unangenehm

Man könnte geneigt sein diese beiden Kategorien mit ‚richtig‘ und ‚falsch‘ zu verwechseln, denn die einen lassen uns am Leben teilhaben und die anderen isolieren uns.

Angenehme Gefühle wie Freude, Zufriedenheit, Sorglosigkeit und Gelassenheit erzeugen in uns angenehme Gefühle, wir genießen deren Anwesenheit. Sie lassen uns gut fühlen und sind jederzeit willkommen. Diese Gefühle teilen wir gerne mit anderen und es verleiht uns einen extra Schub an Energie. Wir fühlen uns wohl in unserer Haut und die Aura, die uns umgibt, zieht Menschen in unserer Umgebung an.

Unangenehme Gefühle wie Ärger, Angst, Traurigkeit und Hoffungslosigkeit machen genau das Gegenteil. Sie lassen uns schlecht fühlen, sie entziehen uns unsere Kraft. Sie machen, dass wir uns an einen Ort der Sicherheit zurückziehen. Ob das nun ein Mensch ist, ein Ort oder eine Gewohnheit. Diese Gefühle zeigen unsere Verletzlichkeit, weshalb wir den Drang verspüren uns zu distanzieren und zu schützen.

Um nicht zu sehr mit (neuro)wissenschaftlichen Vorgängen zu langeweilen, möchte ich die Ursprünge von Emotionen im Körper nur beispielhaft erwähnen. Sowohl Erinnerungen, erlerntes Verhalten, als auch äußere Umstände, organische Vorgänge und auch Reaktionen im Gehirn selbst können unser subjektiv empfundenes Gefühl auslösen.

Gefühle sind so komplex, dass sich deren Herkunft häufig nicht klar herausfiltern lässt. Klar ist, meistens haben sie etwas mit uns zu tun. Mit dem was wir erlebt haben und vor allem, was wir mit dem Erlebten verbinden.

Nun kommen wir noch zu der letzten Frage: Sind unsere Gefühle ehrlich?

Grundsätzlich schon. Unsere Gefühle sind wie Wegweiser. Sie machen uns auf die Dinge aufmerksam, die uns etwas bedeuten. Egal ob Angst, Trauer oder Glück, nur Dinge zu denen wir einen besonderen Bezug haben, lösen Gefühle in uns aus. Umso wichtiger die Sache, desto intensiver das Gefühl.

Manchmal ist es allerdings so, dass wir durch erlerntes Verhalten ein Gefühl durch ein anderes abgelöst haben. Es könnte also sein, dass wir Wut empfinden, aber eigentlich traurig sind. Oder wir gerührt sind, uns aber zusammenreißen und kein Gefühl zulassen. Oder wir wütend sind und trotzdem lächeln und Zufriedenheit ausstrahlen.

Wir haben gelernt, dass ein bestimmtes Gefühl nicht erwünscht ist. Wir haben vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht, sodass das neue Gefühle uns schützt erneut Schmerzhaftes zu erleben. Also weist uns in diesen Momenten das neue Gefühl einen Weg der Sicherheit. Jedoch auf Kosten der eigenen Bedürfnisse.

Deshalb ist es immer wichtig zu prüfen, ob das was ich fühle ein Wegweiser für Sicherheit ohne Schmerz ist. Uns ob sich unter diesem Gefühl nicht eine verborgene Angst verbrigt, sich selbst einer persönlichen Herausforderung zu stellen.

Egal ob Sicherheit oder persönliche Bedürfnisse, unsere Gefühle sind die wertvollsten Hinweise für ein erfülltest und glückliches Leben. Es lohnt sich, gerade die Unangenehmen Gefühle für einen Moment willkommen zu heißen und kritisch zu hinterfragen, warum sie jetzt gerade da sind. Genau an diesen Stellen können wir so viel über uns lernen, was uns in Zukunft weitere unangenehme Gefühle dieser Art erspart! 🙂

Wenn dich jemand behandelt, als wärst du ihm egal, glaube ihm

Viel reden und nichts machen? Verbindlichkeiten werden unverbindlich? Und es gibt immer einen Grund, weshalb Verabredungen nicht eingehalten werden können? Dafür scheinen aber andere Aktivitäten immer ganz gut zu funktionieren?

Wir alle kennen diese Person. Sie hält uns mit kleinen Aufmerksamkeiten bei Laune. Wir glauben einen Freund, einen Partner oder einen nette Kollegen gefunden zu haben und stellen immer mehr fest, dass das was uns wirklich wichtig ist, nicht erwidert wird.

Ich mag es nicht Leute in Kategorien zu stecken und abzustempeln als ’schlechter Mensch‘, oder gar als ‚gestörte Persönlichkeit‘. Ich glaube wir alle haben ein Grund für unser Verhalten, hinter allem stecken jedoch immer ein Mensch mit mehr als nur schlechten Hintergedanken.

Deswegen ist es mir wichtig aufzuzeigen, dass keiner von beiden ‚Schuld‘ an der Situation ist. Viel wichtiger ist es, auf die Signale zu hören, diese für sich ernst zu nehmen und vor allem Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen.

Wenn also immer wieder Absprachen nicht eingehalten werden, könnte der erste Schritt sein, den anderen auf die eigenen Wahrnehmung anzusprechen. Die Situation aus der eigenen Perspektive zu schildern und nach den Gründen zu fragen.

Auch wenn die Gründe logisch erscheinen und nachvollziehbar sind, darf ich selbst mein Bedürfnis äußern. Das könnte sein: „Mir ist wichtig, dass Absprachen verbindlich sind.“, oder: „Mir ist wichtig, dass ich mich auf dich verlassen kann.“

Im weiteren Verlauf kann man weiter Erfahrungen in der Beziehung sammeln. Werden Absprachen weiterhin nicht eingehalten, ist es für dich als verletzte Person wichtig, dir selbst nicht die Schuld für dieses Verhalten zu geben. Du nimmst dich und deine Umwelt bewusst wahr. Du stehst zu deinen Worten und du sprichst über das, was dir wichtig ist. Du bist wertvoll.

Wenn der Andere nicht aufrichtig mit dir umgeht, sei mit dir selbst liebevoll und distanziere dich. Jemand, der dir immer das Gefühl gibt nicht gut genug zu sein, entzieht dir deine Energie. In diesen Situationen ist es wichtig, nicht mehr an das zu glauben, was der andere sagt, sondern an das zu glauben was er dir zeigt.

Versuche nicht weiter die andere Person von dir zu überzeugen. Gehe an dem Ort, wo du geschätzt, respektiert und geliebt wirst, ohne dafür kämpfen zu müssen.

Entspannung Pur: Yoga

Vor etwa 10 Jahren habe ich zum ersten Mal Yoga ausprobiert. Damals habe ich versucht mit verrenktem Kopf die Asanas im Selbststudium zu erlernen. Nach einigen malen gelang mir das tatsächlich schon ziemlich gut. 😅

Den Weg zum Yoga habe ich über einen Bandscheibenvorfall gefunden. Natürlich nicht als ich gerade akut unter Schmerzen stand. 😌
Erst nach der Behandlung vom Physiotherapeuten und Osteopathen, war mein Gesundheitszustand gut genug, um mit dem Training zu beginnen. Seitdem ich regelmäßig Yoga praktiziere, bin ich weitestgehend beschwerdefrei.

Warum hat Yoga den Unterschied gemacht?

Yoga wirkt sich auf verschiedene Bereiche im Körper aus:

  • schult die Achtsamkeit durch Synchonisation von Atmung und Bewegung
  • dehnt Muskulatur und Fasziengewebe
  • stärkt die Muskulatur
  • fördert die Entspannung durch Phasen der An- und Entspannung
  • stoppt Gedankenkreisen durch Konzentration auf den eigenen Körper
  • stellt einen Ausgleich zum Alltag dar (Selbstfürsorge + Ruhe)

Ist Yoga auch für dich intressant?

Wenn du regelmäßig unter starker Anspannng leidest, täglich viel am Computer sitzt oder grundsätzlich eine verkümmerte Haltung/Bewegung hast, ist Yoga erstmal eine gute Option deine Beschwerden zu lindern.

Auch bei psychischen Herausforderungen wie Ängsten, Schlafstörungen und auch Aggressionen kann Yoga helfen wieder mental ins Gleichgewicht zu kommen.

Dafür stehen verschiedene Yoga Stile zur Verfügung, die alle einen anderen Schwerpunkt haben, und sich manchmal deutlich von einem anderen Stil unterscheiden.

Als Anfänger empfehle ich, dich direkt an ein Yoga Studio zu wenden und schon vor dem Training beraten zu lassen. Hier erfährst du auch, was du für das Training benötigst.

Hast du bereits einige Erfahrungen sammeln können, oder ein Studio ist aus persönlichen Gründen nichts für dich? Dann stehen im Internet professionelle Videos, Live Sessions und Apps zur Verfügung, um privat zu üben.

Egal wie deine Übungspraxis aussehen soll, zum Training brauchst du zunächst einmal nur eine rutschfeste Matte und ein bisschen Know-How.
Beginne mit dem Training 1-2 mal pro Woche für 15-60 Minuten, abhängig von deinen Vorlieben! Wenn du regelmäßig trainierst, wirst du schnell einen großen Unterschied zwischen den Tagen mit, und den Tagen ohne Yoga feststellen. 😉

Viel Spaß beim Training!

Stress-Esser – Wenn dir dein Leben nicht schmeckt

Ich habe eine Freundin. Eine sehr herzliche Person. Egal wie schlecht es ihr geht, sie ist immer für mich da. Und nicht nur für mich, auch für alle anderen: Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Sie legt sich richtig ins Zeug. Sie ist ein wirklich toller Mensch.

Doch so sehr ich das zu schätzen weiß, die meisten anderen in ihrem Umfeld wissen das nicht. Sie nutzen ihre Gutherzigkeit aus. Sie lassen sie arbeiten verrichten, auf die sie selbst keine Lust haben. Sie ignorieren ihren Wünsche, wenn sie selbst welche äußert. Und wenn etwas nicht zufriedenstellend verläuft, machen sie meine Freundin dafür verantwortlich. Am Ende des Tages ist sie alleine. Alleine mit ihren schweren Gefühlen.

Kennst du das auch? Für ein harmonisches Miteinander bist du gewillt dich richtig ins Zeug zu legen. Du übernimmst Verantwortung für dein Umfeld und versuchst zu helfen wo du kannst? Und gleichzeitig hast du deine eigenen Sorgen. Diese bereiten dir ordentlich Stress.

Wie letzte Woche bereits erwähnt, beginnen viele von uns in stressigen Situationen nach Essen zu greifen. Jedes kleine Häppchen ist ein willkommener Trost. Und das merkt sich dein Gehirn.

Praktisch gesehen passiert beim Stress-Esser nichts anderes, als bei einem Raucher oder Alkoholiker. Wir geben unserem Gehirn eine Portion Zufriedenheit und es beginnt sich damit zu begnügen. Bis das Glückgefühl wieder abnimmt, das Gehirn nach Nachschub verlangt und wir wieder den Impuls verspüren etwas essen zu wollen. Am besten sofort!

Was machen wir also in Situationen, in denen wir unserem Heißhunger gegenüberstehen?

Ein Patentrezept gibt es dafür nicht. Wir sind alle unterschiedlich, uns so sprechen wir alle auf andere Dinge an.

Grundsätzlich muss man sich 2 Realitäten stellen:

  • kurzfristig: Impuls des essen-wollens.
  • langfristig: Gefühl, das sich hinter dem Bedürfnis nach Glückgefühlen versteckt.

Um den Teufelskreis von Stress und Essen zu durchbrechen, ist es in erster Linie dem Impuls nicht wie gewöhnlich nachzugehen. Stattdessen:

  • Bewusst wahrnehmen, dass der Wunsch nach Essen da ist
  • Selbstakzeptanz üben
  • Alternativ reagieren
  • Achtsam sein

Wie die 4 Punkte im konkret umgesetzt werden können, erfährst du im Blog oder im persönlichen Coaching.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Stress-Essen ein erlerntes Verhalten ist. Die Funktionsweise des Körpers macht es schwer diese Gewohnheit abzulegen. Das Hormonsystem veranstaltet einen Coacktail aus Gefühlen in uns, die uns wie einen Roboter fernsteuern. Im Kern liegt allerdings ein ganz anderes Problem verborgen: du selbst kommst nicht auf deine Kosten. Nur wenn du das lebst, was dich wirklich glücklich und zufrieden macht, wird dir Hunger auf ständiges Essen vergehen.

Wenn du dich nur noch im Kreis drehst, ist es an der Zeit, aus der Reihe zu tanzen

„Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiterlaufen.“ Das ist der Satz, den meine Hebamme nach der Geburt meiner Tochter unentwegt zitierte. Genau das bedeutet Mutter sein. Genau das bedeutet Leben.

Liegen bleiben ist keine Lösung. Aber was ist, wenn ‚man‘ einfach nicht mehr kann?

In der letzten Woche stellte ich die Frage, wann der Zeitpunkt für Veränderung gekommen ist. Spätestens wenn wir erschöpft oder ausgebrannt sind, haben wir den Punkt der Veränderung schon lange überschritten. Was jetzt?

Muster durchschauen

Wenn wir uns immer wieder dabei erwischen, an dem gleichen Projekt zu scheitern, lohnt sich ein genauer Blick auf unsere Vorgehensweise.

Ein klassisches Beispiel im Elternalltag:

Es ist Kita-Zeit. Das Kind muss noch angezogen werden und stellt sich quer. Es rennt weg und wenn wir es eingeholt habe, fängt es an zu lachen, reißt sich wieder los und es beginnt von vorne. In uns wächst der Zeitdruck und es schwindet die Geduld. Die Stimmung kippt, Wut und Ärger stehen im Raum, das Kind beginnt zu weinen und die Katastrophe nimmt seinen Lauf. Resultat: Alle unglücklich.

Wenn wir uns immer wieder mit der gleichen Situation konfrontiert sehen, neigen wir in Situationen „wo der Hammer nicht funktioniert“ einfach einen „größeren“ zu nehmen. Noch wehementer versuchen wir unseren Wunsch verzweifelt durchzusetzen. Aber wie sinnvoll ist das?

Der größerere Hammer wird den Nagel auch nicht in der Wand versenken, eher machen wir den Nagel selbst kaputt.

Deshalb steht der heute Impuls im Zeichen des Ausprobierens. Wenn Dinge nicht so funktionieren, wie du es dir wünscht, so versuche das Muster zu durchbrechen. Mache dir klar, dass du deine Ziele nicht mit Gewalt erreichen kannst. Zumindest nicht ohne Schäden zu hinterlassen.

Stattdessen:

  • höre ich dich hinein,
  • atme ein, lange und langsam aus,
  • versuche die Situation aus der Distanz zu betrachen,
  • übe dich in Empathie für dich und alle anderen in der Situation
  • und probiere etwas Neues.

Und wenn du erfolgreich bist, dann bleibe dabei.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass wir manchmal einfach in unseren Gewohnheiten feststecken, die uns vielleicht an manchen Stellen in unserem Leben ans Ziel gebracht haben, aber langfristig unglücklich machen und uns somit die Energie entziehen.

Wenn du also im Leben irgendwo feststeckst, dann steh auf und gehe nicht weiter. Schmeiß die Krone weg und fang an zu tanzen.

Süßes gegen Stress?

Zucker gehört zum alltäglichen Leben, wie das Salz in die Suppe. Insbesondere Softdrinks, Fertiggerichte und Snacks enthalten viel davon. Wenn wir gestresst sind greifen wir häufig genau auf diese Lebensmittel zurück. Sie vermitteln uns das Gefühl weniger Stress zu haben, wenn das Essen fertig zum Verzehr geeignet ist und nicht erst noch zubereitet werden muss. Im Anschluss stellt sich sogar ein Gefühl der Zufriedenheit ein.

Was passiert wirklich, wenn wir im Stress auf Fast Food und Süßes zurückgreifen?

Dass der ständige Konsum von Zucker Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht fördert ist bereits bekannt. Auch, dass Zucker eine stimmungsaufhellende Wirkung auf unsere Psyche hat, ist kein Geheimnis.
Was viele nicht wissen ist, dass Zucker unsere Stressreaktion und das Wohlbefinden langfristig negativ beeinfusst.

Die Stressreaktion

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Herausforderungen. Wenn wir uns bedroht fühlen, wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, das unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Diese Reaktion ist aus evolutionärer Sicht sinnvoll: Sie hilft uns, in Gefahrensituationen schnell zu reagieren. Doch eine übermäßige und wiederholte Ausschüttung von Cortisol kann negative Auswirkungen auf den Körper haben – unter anderem auf das Immunsystem, den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden.

Einfluss von Zucker auf Stress

Zucker verstärkt die Wirkung von Cortisol. Wenn wir Zucker konsumieren, steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, was zu einer Insulinausschüttung führt. Dies wiederum hat Einfluss auf das Cortisol, da der Körper auf diese Blutzuckerschwankungen mit einer weiteren Produktion von Stresshormonen reagiert. Insbesondere bei einer übermäßigen Zufuhr von Zucker kann dies zu chronisch erhöhten Cortisolwerten führen, was langfristig die Stressresistenz verringert und das allgemeine Stressniveau anhebt.

Blutzuckerschwankungen

Sobald der Zucker im Blut wieder abgebaut wird, fällt der Blutzuckerspiegel rapide, was zu einer Art „Zuckercrash“ führt. Dieser plötzliche Abfall verursacht nicht nur Müdigkeit und Reizbarkeit, sondern setzt auch eine Kettenreaktion in Gang. Der Körper interpretiert den niedrigen Blutzucker als Stressfaktor und schüttet erneut Cortisol aus, um die Blutzuckerwerte zu stabilisieren. Dieser zyklische Prozess – von hohem Blutzucker zu einem schnellen Abfall – kann zu einer dauerhaften Belastung des Körpers führen und das Stressniveau erhöhen.

Psychologische Faktoren

Neben den physischen Reaktionen spielt auch die psychologische Komponente eine Rolle. Zucker hat einen süßen Geschmack, der dem Gehirn kurzfristig Freude bereitet. Diese „Belohnung“ kann zu einer emotionalen Abhängigkeit führen, die den Wunsch verstärkt, bei Stress nach Zucker zu greifen. Die daraus resultierende kurzfristige Linderung führt jedoch nur zu einem weiteren Teufelskreis: Je mehr Zucker konsumiert wird, desto größer wird der Stress und der Drang nach mehr Zucker.

Fazit

Die Beziehung zwischen Zucker und Stress ist komplex, aber eindeutig. Übermäßiger Zuckerkonsum kann die Ausschüttung von Cortisol verstärken, was zu einer höheren Anfälligkeit für chronischen Stress führt. Blutzuckerschwankungen setzen den Körper zusätzlich unter Druck und führen zu einer ständigen Belastung. Eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Zuckerkonsum sind daher wichtige Schritte, um die Stressreaktionen des Körpers zu regulieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

„Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.“

Auguste Escoffier, franz. Meisterkoch

Unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf unsere Stressreaktion, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht.

Der Zusammenhang zwischen dem, was wir essen und wie wir auf Stress reagieren wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie z.B. die Nährstoffe der Lebensmittel und ihre Wirkung auf unser Hormonsystem.

Deutlich wird diese Reaktion durch die Wirkung von Zucker und einfachenen Kohlenhydraten. Diese können kurzfristig den Blutzuckerspiegel anheben und ’schnelle Energie‘ bereitstellen, was jedoch von einem raschen Abfall begleitet wird, der dann zu Müdigkeit und Reizbarkeit führt.
Diese Blutzuckerschwankungen können den Körper in chronischen Stress versetzten, da dieser ständig den Zustand von Stabilität anstrebt.
Langfristig kann eine Ernährung, die reich an Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln ist, Entzündungen fördern und die Stressbewältigung erschweren.

Jedoch gibt es auch Nährstoffe, die stressmindernd wirken.

Magnesium z.B. spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Nervensystems und kann helfen, den Stresslebel zu senken. Es beruhig die Muskeln, unterstützt die Funktion den Gehirns und hat eine entspannende Wirkung auf den Körper.
Auch Omega-3-Fettsäuren können die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol regulieren und so die Auswirkung von Stress mindern. Sie sind in fettem Fisch und einigen Algenarten enthalten.

Des Weiteren können Vitamine wie B6 und B12, die in Vollkornprodukten, Fleisch und grünen Blattgemüsen vorkommen, die Stimmung stabilisieren.
Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D ist ebenfalls von Bedeutung, da es nachweislich das Stressniveau beeinflusst und in Verbindung mit einer guten mentalen Gesundheit steht.

Außerdem spielt die Wirkung von Probiotika auf das Mikrobiom im Darm, eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Stress. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Ballaststoffen und probiotischen Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut ist, kann das Mikrobiom positiv beeinflussen und so das Stressniveau senken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Nährstoffen eine effektive Methode sein kann, um Stress zu reduzieren. Lebensmittel, die den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten versorgen, stärken das Nervensystem und fördern eine gesunde Stressbewältigung.

Start meines Food und Lifestyle Blogs!

Mit meiner neuen Webpräsenz geht auch mein Blog heute an den Start.

Wie meine Berufswahl als Ernährungsberaterin und Stresscoach, so dreht sich im Blog alles um einen gesunden Lebensstil.

Ich schreibe darüber was Ernährung mit Stress zu tun hat, über Techniken um den Alltag stressfreier zu gestalten und veröffentliche Rezepte von Gerichten, die den Körper in besonders herausfordernden Situationen und Lebensphasen gut versorgen und weniger belasten.

Der Blog basiert auf Wissen aus diversen Quellen. In meine Artikel fließen Inhalte aus (Fach-)Büchern, meiner Ausbildung als Ernährungsberaterin und Coachin und Trainerin für Mentale Gesundheit und meiner Erfahrung als Mensch, Frau und Mutter.

Die Blog Artikel sind bewusst kurz gefasst, sodass gerade Stressgeplagte sich entspannt auf einen kurzen Artikel einlassen und somit einen kleinen Schritt Richtung Verbesserung gehen können

Die Informationen in diesem Blog sollen als Leitfaden dienen und stellen keine medizinische Empfehlung dar. Unsere Körper, unsere Psyche und unserer ganzer Organismus sind so unterschiedlich, dass keine generellen Aussagen zu Lösungen bzw. Therapien getroffen werden können.

Mit meinen Artikeln richte ich mich in erster Linie an psychisch und körperlich gesunde Menschen. Im Zweifelsfall ist es immer besser relevante Themen persönlich mit dem Arzt seines Vertrauens zu besprechen.

Ansonsten wünsche ich viel Spaß beim Lesen und stöbern!

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