„Zeit, die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt.“

Ernst Ferstl, österreichischer Lehrer und Schriftsteller, *1955

Grenzen helfen uns dabei Zeit für die Dinge zu schaffen, die uns am Herzen liegen.

Leider ist das Wort „Grenze“ an sich schon negativ geprägt, sodass es sich schon falsch anfühlen kann überhaupt „Grenzen setzen“ zu wollen.

Schauen wir uns mal beide Seiten der Medaille an:

Grenzen können ’negativ‘ betratet…

  • … das Handeln einschränken
  • … zu Konflikten führen
  • … unangenehme Gefühle auslösen
  • … uns voneinander distanzieren.

‚Positiv‘ betrachtet können Grenzen…

  • Schutz bieten
  • Selbstschutz ermöglichen
  • … für Klarheit sorgen
  • … die eigene Identität schützen
  • … helfen Prioritäten zu setzen
  • … unsere körperliche Gesundheit fördern
  • … unsere mentale Gesundheit unterstützen

Die Liste kann mit Sicherheit noch fortgeführt werden. Was ich damit zeigen möchte ist, dass Grenzen setzen zunächst einmal nicht zwangsläufig zu den negativen Konsequenzen führen muss. Insbesondere, weil in der ersten Liste die Punkte nicht umbedingt negativ ausfallen. Beispielsweise emöglicht ein eingeschränktes Handeln, sich besser auf den eingeschränken Bereich konzentrieren zu können. Oder Konflikte müssen nicht bestehen bleiben und können aufgelöst werden.

Hier nur Schwarz-Weiß zu sehen kann uns davon abhalten mutig zu sein und zu erfahren, welche wertvollen Vorteile es bringen kann Grenzen zu setzen. Wenn wir also nicht nur das Wort „Grenze“ betrachten, sondern das was sich dahin verbirgt wird schnell klar, dass „Grenzen setzen“ eine Handlung ist, die vielmehr neutral betrachtet werden darf.

Dies ist der erste Schritt sich dem Thema erstmal theoretisch zu nähern.

Was darauf folgt ist, das neugierige Erkunden danach zu handeln. Du kannst damit beginnen dir selbst Grenzen zu setzen. Ein Beispiel wäre die Bildschirmzeit deines Smartphones zu begrenzen, oder die Menge der Süßigkeiten, die du dir täglich genehmigst.

Das sind kleine Veränderungen im Alltag, die eine große Wirkung mit sich bringen können. Versuche einmal zu bemerken, was sich dadurch zum positiven verändert. Vielleicht hast du durch die zuvor genutzte Zeit für dein Smartphone Zeit nun für dich und deine direktes Umfeld zur Verfügung. Gleiches gilt für die Zeit, Kalorien und Geld für den Süßigkeitenkonsum. Lege dir ein Sparschwein und Maßband zu und mache sichtbar, welche Fortschritte du mit Grenzen erreichen kannst.

Mehr zum Thema Grenzen setzen und was es mit Freiheit zu tun hat erfährst du im nächsten Blog.

„Das Gefühl verdächtige ich nicht, falsch zu sein.“

Zitat: Luc de Clapiers (1715-1747), franz. Philosoph, Moralist und Schriftsteller

Was damals noch eine Vermutung aufgrund von Beobachtung war, ist heute auch wissenschaftlich belegt. Gefühle sind echt.

Aber was sind Gefühle eigentlich? Wo kommen sie her und sind sie auch ehrlich?

Grob könnte man Gefühle in zwei Kategorien sortieren:

  • angenehm
  • unangenehm

Man könnte geneigt sein diese beiden Kategorien mit ‚richtig‘ und ‚falsch‘ zu verwechseln, denn die einen lassen uns am Leben teilhaben und die anderen isolieren uns.

Angenehme Gefühle wie Freude, Zufriedenheit, Sorglosigkeit und Gelassenheit erzeugen in uns angenehme Gefühle, wir genießen deren Anwesenheit. Sie lassen uns gut fühlen und sind jederzeit willkommen. Diese Gefühle teilen wir gerne mit anderen und es verleiht uns einen extra Schub an Energie. Wir fühlen uns wohl in unserer Haut und die Aura, die uns umgibt, zieht Menschen in unserer Umgebung an.

Unangenehme Gefühle wie Ärger, Angst, Traurigkeit und Hoffungslosigkeit machen genau das Gegenteil. Sie lassen uns schlecht fühlen, sie entziehen uns unsere Kraft. Sie machen, dass wir uns an einen Ort der Sicherheit zurückziehen. Ob das nun ein Mensch ist, ein Ort oder eine Gewohnheit. Diese Gefühle zeigen unsere Verletzlichkeit, weshalb wir den Drang verspüren uns zu distanzieren und zu schützen.

Um nicht zu sehr mit (neuro)wissenschaftlichen Vorgängen zu langeweilen, möchte ich die Ursprünge von Emotionen im Körper nur beispielhaft erwähnen. Sowohl Erinnerungen, erlerntes Verhalten, als auch äußere Umstände, organische Vorgänge und auch Reaktionen im Gehirn selbst können unser subjektiv empfundenes Gefühl auslösen.

Gefühle sind so komplex, dass sich deren Herkunft häufig nicht klar herausfiltern lässt. Klar ist, meistens haben sie etwas mit uns zu tun. Mit dem was wir erlebt haben und vor allem, was wir mit dem Erlebten verbinden.

Nun kommen wir noch zu der letzten Frage: Sind unsere Gefühle ehrlich?

Grundsätzlich schon. Unsere Gefühle sind wie Wegweiser. Sie machen uns auf die Dinge aufmerksam, die uns etwas bedeuten. Egal ob Angst, Trauer oder Glück, nur Dinge zu denen wir einen besonderen Bezug haben, lösen Gefühle in uns aus. Umso wichtiger die Sache, desto intensiver das Gefühl.

Manchmal ist es allerdings so, dass wir durch erlerntes Verhalten ein Gefühl durch ein anderes abgelöst haben. Es könnte also sein, dass wir Wut empfinden, aber eigentlich traurig sind. Oder wir gerührt sind, uns aber zusammenreißen und kein Gefühl zulassen. Oder wir wütend sind und trotzdem lächeln und Zufriedenheit ausstrahlen.

Wir haben gelernt, dass ein bestimmtes Gefühl nicht erwünscht ist. Wir haben vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht, sodass das neue Gefühle uns schützt erneut Schmerzhaftes zu erleben. Also weist uns in diesen Momenten das neue Gefühl einen Weg der Sicherheit. Jedoch auf Kosten der eigenen Bedürfnisse.

Deshalb ist es immer wichtig zu prüfen, ob das was ich fühle ein Wegweiser für Sicherheit ohne Schmerz ist. Uns ob sich unter diesem Gefühl nicht eine verborgene Angst verbrigt, sich selbst einer persönlichen Herausforderung zu stellen.

Egal ob Sicherheit oder persönliche Bedürfnisse, unsere Gefühle sind die wertvollsten Hinweise für ein erfülltest und glückliches Leben. Es lohnt sich, gerade die Unangenehmen Gefühle für einen Moment willkommen zu heißen und kritisch zu hinterfragen, warum sie jetzt gerade da sind. Genau an diesen Stellen können wir so viel über uns lernen, was uns in Zukunft weitere unangenehme Gefühle dieser Art erspart! 🙂

Wenn dich jemand behandelt, als wärst du ihm egal, glaube ihm

Viel reden und nichts machen? Verbindlichkeiten werden unverbindlich? Und es gibt immer einen Grund, weshalb Verabredungen nicht eingehalten werden können? Dafür scheinen aber andere Aktivitäten immer ganz gut zu funktionieren?

Wir alle kennen diese Person. Sie hält uns mit kleinen Aufmerksamkeiten bei Laune. Wir glauben einen Freund, einen Partner oder einen nette Kollegen gefunden zu haben und stellen immer mehr fest, dass das was uns wirklich wichtig ist, nicht erwidert wird.

Ich mag es nicht Leute in Kategorien zu stecken und abzustempeln als ’schlechter Mensch‘, oder gar als ‚gestörte Persönlichkeit‘. Ich glaube wir alle haben ein Grund für unser Verhalten, hinter allem stecken jedoch immer ein Mensch mit mehr als nur schlechten Hintergedanken.

Deswegen ist es mir wichtig aufzuzeigen, dass keiner von beiden ‚Schuld‘ an der Situation ist. Viel wichtiger ist es, auf die Signale zu hören, diese für sich ernst zu nehmen und vor allem Verantwortung für sein eigenes Handeln zu übernehmen.

Wenn also immer wieder Absprachen nicht eingehalten werden, könnte der erste Schritt sein, den anderen auf die eigenen Wahrnehmung anzusprechen. Die Situation aus der eigenen Perspektive zu schildern und nach den Gründen zu fragen.

Auch wenn die Gründe logisch erscheinen und nachvollziehbar sind, darf ich selbst mein Bedürfnis äußern. Das könnte sein: „Mir ist wichtig, dass Absprachen verbindlich sind.“, oder: „Mir ist wichtig, dass ich mich auf dich verlassen kann.“

Im weiteren Verlauf kann man weiter Erfahrungen in der Beziehung sammeln. Werden Absprachen weiterhin nicht eingehalten, ist es für dich als verletzte Person wichtig, dir selbst nicht die Schuld für dieses Verhalten zu geben. Du nimmst dich und deine Umwelt bewusst wahr. Du stehst zu deinen Worten und du sprichst über das, was dir wichtig ist. Du bist wertvoll.

Wenn der Andere nicht aufrichtig mit dir umgeht, sei mit dir selbst liebevoll und distanziere dich. Jemand, der dir immer das Gefühl gibt nicht gut genug zu sein, entzieht dir deine Energie. In diesen Situationen ist es wichtig, nicht mehr an das zu glauben, was der andere sagt, sondern an das zu glauben was er dir zeigt.

Versuche nicht weiter die andere Person von dir zu überzeugen. Gehe an dem Ort, wo du geschätzt, respektiert und geliebt wirst, ohne dafür kämpfen zu müssen.

Stress-Esser – Wenn dir dein Leben nicht schmeckt

Ich habe eine Freundin. Eine sehr herzliche Person. Egal wie schlecht es ihr geht, sie ist immer für mich da. Und nicht nur für mich, auch für alle anderen: Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Sie legt sich richtig ins Zeug. Sie ist ein wirklich toller Mensch.

Doch so sehr ich das zu schätzen weiß, die meisten anderen in ihrem Umfeld wissen das nicht. Sie nutzen ihre Gutherzigkeit aus. Sie lassen sie arbeiten verrichten, auf die sie selbst keine Lust haben. Sie ignorieren ihren Wünsche, wenn sie selbst welche äußert. Und wenn etwas nicht zufriedenstellend verläuft, machen sie meine Freundin dafür verantwortlich. Am Ende des Tages ist sie alleine. Alleine mit ihren schweren Gefühlen.

Kennst du das auch? Für ein harmonisches Miteinander bist du gewillt dich richtig ins Zeug zu legen. Du übernimmst Verantwortung für dein Umfeld und versuchst zu helfen wo du kannst? Und gleichzeitig hast du deine eigenen Sorgen. Diese bereiten dir ordentlich Stress.

Wie letzte Woche bereits erwähnt, beginnen viele von uns in stressigen Situationen nach Essen zu greifen. Jedes kleine Häppchen ist ein willkommener Trost. Und das merkt sich dein Gehirn.

Praktisch gesehen passiert beim Stress-Esser nichts anderes, als bei einem Raucher oder Alkoholiker. Wir geben unserem Gehirn eine Portion Zufriedenheit und es beginnt sich damit zu begnügen. Bis das Glückgefühl wieder abnimmt, das Gehirn nach Nachschub verlangt und wir wieder den Impuls verspüren etwas essen zu wollen. Am besten sofort!

Was machen wir also in Situationen, in denen wir unserem Heißhunger gegenüberstehen?

Ein Patentrezept gibt es dafür nicht. Wir sind alle unterschiedlich, uns so sprechen wir alle auf andere Dinge an.

Grundsätzlich muss man sich 2 Realitäten stellen:

  • kurzfristig: Impuls des essen-wollens.
  • langfristig: Gefühl, das sich hinter dem Bedürfnis nach Glückgefühlen versteckt.

Um den Teufelskreis von Stress und Essen zu durchbrechen, ist es in erster Linie dem Impuls nicht wie gewöhnlich nachzugehen. Stattdessen:

  • Bewusst wahrnehmen, dass der Wunsch nach Essen da ist
  • Selbstakzeptanz üben
  • Alternativ reagieren
  • Achtsam sein

Wie die 4 Punkte im konkret umgesetzt werden können, erfährst du im Blog oder im persönlichen Coaching.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Stress-Essen ein erlerntes Verhalten ist. Die Funktionsweise des Körpers macht es schwer diese Gewohnheit abzulegen. Das Hormonsystem veranstaltet einen Coacktail aus Gefühlen in uns, die uns wie einen Roboter fernsteuern. Im Kern liegt allerdings ein ganz anderes Problem verborgen: du selbst kommst nicht auf deine Kosten. Nur wenn du das lebst, was dich wirklich glücklich und zufrieden macht, wird dir Hunger auf ständiges Essen vergehen.

Wenn du dich nur noch im Kreis drehst, ist es an der Zeit, aus der Reihe zu tanzen

„Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiterlaufen.“ Das ist der Satz, den meine Hebamme nach der Geburt meiner Tochter unentwegt zitierte. Genau das bedeutet Mutter sein. Genau das bedeutet Leben.

Liegen bleiben ist keine Lösung. Aber was ist, wenn ‚man‘ einfach nicht mehr kann?

In der letzten Woche stellte ich die Frage, wann der Zeitpunkt für Veränderung gekommen ist. Spätestens wenn wir erschöpft oder ausgebrannt sind, haben wir den Punkt der Veränderung schon lange überschritten. Was jetzt?

Muster durchschauen

Wenn wir uns immer wieder dabei erwischen, an dem gleichen Projekt zu scheitern, lohnt sich ein genauer Blick auf unsere Vorgehensweise.

Ein klassisches Beispiel im Elternalltag:

Es ist Kita-Zeit. Das Kind muss noch angezogen werden und stellt sich quer. Es rennt weg und wenn wir es eingeholt habe, fängt es an zu lachen, reißt sich wieder los und es beginnt von vorne. In uns wächst der Zeitdruck und es schwindet die Geduld. Die Stimmung kippt, Wut und Ärger stehen im Raum, das Kind beginnt zu weinen und die Katastrophe nimmt seinen Lauf. Resultat: Alle unglücklich.

Wenn wir uns immer wieder mit der gleichen Situation konfrontiert sehen, neigen wir in Situationen „wo der Hammer nicht funktioniert“ einfach einen „größeren“ zu nehmen. Noch wehementer versuchen wir unseren Wunsch verzweifelt durchzusetzen. Aber wie sinnvoll ist das?

Der größerere Hammer wird den Nagel auch nicht in der Wand versenken, eher machen wir den Nagel selbst kaputt.

Deshalb steht der heute Impuls im Zeichen des Ausprobierens. Wenn Dinge nicht so funktionieren, wie du es dir wünscht, so versuche das Muster zu durchbrechen. Mache dir klar, dass du deine Ziele nicht mit Gewalt erreichen kannst. Zumindest nicht ohne Schäden zu hinterlassen.

Stattdessen:

  • höre ich dich hinein,
  • atme ein, lange und langsam aus,
  • versuche die Situation aus der Distanz zu betrachen,
  • übe dich in Empathie für dich und alle anderen in der Situation
  • und probiere etwas Neues.

Und wenn du erfolgreich bist, dann bleibe dabei.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass wir manchmal einfach in unseren Gewohnheiten feststecken, die uns vielleicht an manchen Stellen in unserem Leben ans Ziel gebracht haben, aber langfristig unglücklich machen und uns somit die Energie entziehen.

Wenn du also im Leben irgendwo feststeckst, dann steh auf und gehe nicht weiter. Schmeiß die Krone weg und fang an zu tanzen.

Entspannung pur: Methoden für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag

Es gibt zahlreiche Methoden zur Entspannung, die sowohl informell als auch formell angewendet werden können. Beide Ansätze haben ihren Platz, um Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch stark von der Regelmäßigkeit und dem Training ab, das mit den Methoden verbunden ist.

Informelle Entspannungsmethoden sind alltägliche Aktivitäten, die ohne spezielle Anleitung oder Struktur durchgeführt werden können. Dazu gehören Spaziergänge in der Natur, das Hören von Musik, das Genießen eines warmen Bades oder das Lesen eines Buches. Diese Methoden wirken oft beruhigend, ihre Wirksamkeit kann jedoch variieren, da sie weniger zielgerichtet sind und oft nur kurzfristige Entspannung verschaffen.

Formelle Entspannungsmethoden hingegen umfassen strukturierte Techniken, die speziell darauf ausgerichtet sind, körperliche und geistige Spannungen abzubauen. Hierzu zählen Meditation, Yoga, progressive Muskelentspannung (PMR) und Atemübungen. Diese Methoden erfordern oft eine bewusste Anleitung und regelmäßiges Üben, um ihre vollen Vorteile zu entfalten.
Die Wirksamkeit dieser Methoden steht in engem Zusammenhang mit dem Training und der Häufigkeit, mit der sie angewendet werden. Ein einmaliger Versuch mag zwar eine sofortige Entspannung bringen, doch um tiefgreifende, langanhaltende Effekte zu erzielen, ist regelmäßiges Üben entscheidend.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass informelle Entspannungsmethoden schnell zugänglich und angenehm sind, während formelle Methoden tiefere und nachhaltigere Entspannung fördern.
Deshalb ist meine Empfehlung im Alltag auf die Vorteile beider Methoden zurückzugreifen. Welche Entspannungsverfahren für dich gut passen findest du am besten durch ausprobieren heraus. Die kontinuierliche Praxis ist entscheidend, um die vollen Vorteile von Entspannungstechniken zu erfahren und die Stressbewältigung langfristig zu verbessern.

In den kommenden Wochen erscheinen kurze Vorstellungen von formellen als auch informellen Methoden. Probier aus was dich interessiert und erfahre was es mit dir anstellt.

Süßes gegen Stress?

Zucker gehört zum alltäglichen Leben, wie das Salz in die Suppe. Insbesondere Softdrinks, Fertiggerichte und Snacks enthalten viel davon. Wenn wir gestresst sind greifen wir häufig genau auf diese Lebensmittel zurück. Sie vermitteln uns das Gefühl weniger Stress zu haben, wenn das Essen fertig zum Verzehr geeignet ist und nicht erst noch zubereitet werden muss. Im Anschluss stellt sich sogar ein Gefühl der Zufriedenheit ein.

Was passiert wirklich, wenn wir im Stress auf Fast Food und Süßes zurückgreifen?

Dass der ständige Konsum von Zucker Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht fördert ist bereits bekannt. Auch, dass Zucker eine stimmungsaufhellende Wirkung auf unsere Psyche hat, ist kein Geheimnis.
Was viele nicht wissen ist, dass Zucker unsere Stressreaktion und das Wohlbefinden langfristig negativ beeinfusst.

Die Stressreaktion

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Herausforderungen. Wenn wir uns bedroht fühlen, wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, das unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Diese Reaktion ist aus evolutionärer Sicht sinnvoll: Sie hilft uns, in Gefahrensituationen schnell zu reagieren. Doch eine übermäßige und wiederholte Ausschüttung von Cortisol kann negative Auswirkungen auf den Körper haben – unter anderem auf das Immunsystem, den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden.

Einfluss von Zucker auf Stress

Zucker verstärkt die Wirkung von Cortisol. Wenn wir Zucker konsumieren, steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, was zu einer Insulinausschüttung führt. Dies wiederum hat Einfluss auf das Cortisol, da der Körper auf diese Blutzuckerschwankungen mit einer weiteren Produktion von Stresshormonen reagiert. Insbesondere bei einer übermäßigen Zufuhr von Zucker kann dies zu chronisch erhöhten Cortisolwerten führen, was langfristig die Stressresistenz verringert und das allgemeine Stressniveau anhebt.

Blutzuckerschwankungen

Sobald der Zucker im Blut wieder abgebaut wird, fällt der Blutzuckerspiegel rapide, was zu einer Art „Zuckercrash“ führt. Dieser plötzliche Abfall verursacht nicht nur Müdigkeit und Reizbarkeit, sondern setzt auch eine Kettenreaktion in Gang. Der Körper interpretiert den niedrigen Blutzucker als Stressfaktor und schüttet erneut Cortisol aus, um die Blutzuckerwerte zu stabilisieren. Dieser zyklische Prozess – von hohem Blutzucker zu einem schnellen Abfall – kann zu einer dauerhaften Belastung des Körpers führen und das Stressniveau erhöhen.

Psychologische Faktoren

Neben den physischen Reaktionen spielt auch die psychologische Komponente eine Rolle. Zucker hat einen süßen Geschmack, der dem Gehirn kurzfristig Freude bereitet. Diese „Belohnung“ kann zu einer emotionalen Abhängigkeit führen, die den Wunsch verstärkt, bei Stress nach Zucker zu greifen. Die daraus resultierende kurzfristige Linderung führt jedoch nur zu einem weiteren Teufelskreis: Je mehr Zucker konsumiert wird, desto größer wird der Stress und der Drang nach mehr Zucker.

Fazit

Die Beziehung zwischen Zucker und Stress ist komplex, aber eindeutig. Übermäßiger Zuckerkonsum kann die Ausschüttung von Cortisol verstärken, was zu einer höheren Anfälligkeit für chronischen Stress führt. Blutzuckerschwankungen setzen den Körper zusätzlich unter Druck und führen zu einer ständigen Belastung. Eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Zuckerkonsum sind daher wichtige Schritte, um die Stressreaktionen des Körpers zu regulieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

„Wann ist der richtige Augenblick für Veränderung?“

Spätestens nach Eckhart Tolle kennen wir alle die Antwort auf diese Frage: Jetzt.

Warum stecken dann trotzdem so viele von uns in ihrem Unglück fest?

Liegt es wirklich daran, dass wir nicht genug meditieren, Yoga praktizieren und atmen?

Ich behaupte, dass Entspannungsmethoden dich nicht alleinig zu deinem Glück bringen. Dafür gibt es viel zu viele Hindernisse denen du gegenüberstehen, welche sich nicht mit Yoga überwinden lassen.

Ich spreche von Ängsten, fehlender Unterstützung, mangelndem Selbstvertrauen uvm. Durch Meditation gesellen sich eben nicht die Menschen zu dir, die dir guttun. Das soll nicht heißen, dass all diese Werkzeuge unbrauchbar sind. Sie machen eben nur ein Teil der Veränderung aus.

Stattdessen geht es darum sich zunächst die Hindernisse anzusehen, um dann ein passendes Werkzeug auszuwählen. Wer die Wohnung renovieren möchte, läuft schließlich auch nicht gleich mit dem Pinsel los und malt los.

Welche Hindernisse stehen uns also auf dem Weg der Veränderung im Weg?

  1. Angst vor Veränderung ( Ungewissheit, Angst vorm Scheitern)
  2. Fehlende Ressourcen ( Soziale Unterstützung, fianzielle/zeitliche Mittel)
  3. Gewohnheiten (Unangemessen/Schädlich, Konditionierung)
  4. Mangel an Selbstvertrauen (geringes Selbstwergefühl, Selbstkritik)
  5. Glaube an Veränderung (gelernte Hoffnungslosigkeit, Denkmuster)
  6. Überforderung (zu viel Veränderung, Mangel an Planung/Zielen)
  7. fehlende Motivation /falsche Prioritäten
  8. externe Faktoren (soziale/gesellschaftlicheAblehnung)

Das ist ein ganzer Berg an Gründen, der dir den Weg zu deinem Glück versperrt. Deshalb fällt es manchen von uns so schwer Veränderung herbeiführen zu können.

Zurück zur Eingangsfrage: Wann ist der beste Zeitpunkt für Veränderung?

  • Sobald der Leidensdruck so belastend ist, dass die Situation dringend einer Änderung bedarf. Wenn im direkten Umfeld so viel Unruhe, Ärger, Überforderung und Leid herrscht, sodass die Anforderungen nicht mehr bezwungen werden können. (extrinsisch)

und/oder

  • Sobald der Veränderungsdruck so groß ist, dass von innen heraus der Wunsch entsteht Veränderung herbeizuführen. Wenn die Situation grundsätzlich akzeptabel ist, der Idee nach etwas Neuem aber so verführerisch ist, dass man der Neugierde nachgehen möchte. (intrinisch)

Ob psychische, soziale oder wirtschaftliche Hürden im Raum stehen. Ob extrinsisch oder intrinsisch motiviert. Der Weg der Veränderung erfordert oft viel Mut, die Bereitschaft zur Veränderung, das richtige Maß an Motivation und manchmal eben auch professionelle Unterstützung, um den ersten Schritt zu wagen.

Love it, leave it or change it!

„Die Weisen erfreuen sich am Wasser“

(Konfuzius)

Stressfreie Ernährung beginnt mit deinen Getränken. Denn das was wir laut Ernährungspyraminde am meisten zu uns nehmen sollten sind Getränke!

Insbesondere in stressigen Phasen benötigt der Körper reichlich Wasser. Dabei kommt es nicht darauf an welche Zusammensetzung an Mineralstoffen es enthält. In erster Linie ist es wichtig, dass es ausreichend viel getrunken wird.

Empfehlenswert ist ein Wasser ohne Kohlensäure, da es den Körper nicht mit zusätzlich Säure belastet.

Dir schmeckt Wasser nicht? Gib ihm doch nochmal eine Chance! Es gibt so viele unterschiedlichen Sorten und sie schmecken tatsächlich alle anders:

Mach das Experiment! Teste ein paar Hersteller deiner Wahl und finde in deiner persönlichen Wasserverkostung deinen Favoriten.

Zuletzt ist es auch nicht die Funktion des Wassers toll zu schmecken. Es soll die voll Funktionfähigkeit deines Körpers sicherstellen, indem es deinen Organe und Zellen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.

Wenn du trotzdem den Reiz zum Wassertrinken vergrößern möchtest, so probiere es doch mit Infused Water: Füge einfach angeschnittene Früchte, frische Kräuter, Gemüse oder Gewürze hinzu und schmecke wie sie den Geschmack beeinflussen.

Viel Spass bei deiner Wasserverkostung!

Darf ich Ihnen das „Tschüss“ anbieten?

Manche Tage sind einfach wie verflucht. Gerade wenn du so friedlich vor dich hin lebst, kommt so ein ‚gestresstes Nervensystem‚ um die Ecke und wirft dich voll aus der Bahn.

Spitze Bemerkungen im Vorbeigehen, übergriffiges Verhalten und Wutausbrüche von Außen kommen plötzlich und überrumpeln uns, ganz egal ob wir grade tiefenenspannt oder selbst im Stress sind.

Eine natürliche Reaktion auf einen Angriff ist die Abwehr. Insbesondere in nahen Beziehungen ist es ein klärendes Streitgespräch sinnvoll. Hier können Bedürfnisse kommuniziert werden und gemeinsame Lösungen erarbeitet werden. Es zeugt von Empathie, einen Angriff aus dem nahen Umfeld aufzugreifen, um die wahren Gründe für die Wut offenzulegen. Denn häufig sind wir, als nahestehende Personen, der „Safe Space“ an dem wir unsere Emotionen zeigen dürfen, ohne schwerwiegende Konsequenzen befürchten zu müssen.

Daneben gibt es jedoch auch Interaktionen mit unserem Umfeld, die weniger intim sind und sich spontan zeigen. Natürlich könnte man auch hier wieder in die Beziehungsebene gehen und nachfragen, wo eigentlich wirklich „der Schuh drückt“. Die Erfolgschancen zufrieden aus solch einem Gespräch gehen, schätze ich als eher schlecht ein. Wir kennen unser Gegenüber (den Postboten, Fahrradfahrer, Artzhelferin, etc. )eben nicht besonders gut, und wissen nicht welche Fettnäpfchen sich in diesem verbergen.

Wie kommen wir also gut aus so einer Situation raus?

In solchen Situationen ist es gar nicht so wichtig, sich zu wehren, sondern viel mehr sich selbst zu schützen. Deshalb steht am Anfang die Frage „Was ist mit selbst gerade wichtig?“. In den meisten Fällen dürfte tatsächlich die Antwort eher „Frieden“ als „Krieg“ sein, oder?

Mit einem ‚gestressten Nervensystem‘ lässt sich nicht konstruktiv diskutieren, da ab einem Stresspegel von etwa 70% das Rationale Denken abgeschaltet wird. Stattdessen wird die Durchblutung hochgefahren , die Muskulatur aktiviert und Sauerstoffzufuhr erhöht. Der Körper ist im Kampfmodus.

Deswegen ist meine Empfehlung:

  1. Raus aus der Situationen (Für Frieden sorgen)
  2. Selbstfürsorge (z.B. sich klar machen: „Diese Aggression hat nichts mit mir zu tun.“)
  3. Konsequent seine Wünsche verfolgen (z.B. Klärung, Vermeidung, Ignoranz)
  4. Die Situation für sich selbst abschliesen

Manche Kämpfe sind es also wert liebvoll ausgetragen zu werden, insbesondere wenn sich dahinter eine gesunde Beziehung verbirgt. Meistens sind diese kleinen Auseinandersetzungen jedoch genau die, die uns am Ende die Energie rauben und uns selbst unzufrieden machen. Wenn wir wirklich zufrieden aus schwierigen Situationen gehen möchte, so ist es wichtig seine Energie für die eigenen Interessen zu bewahren und die Situation für sich selbst auf psychischer und körperlicher Ebene abzuschließen. Mehr zum Thema Regulation erfährst du wöchentlich in meinem Blog.

Tschüss 🙂

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