Süßes gegen Stress?

Zucker gehört zum alltäglichen Leben, wie das Salz in die Suppe. Insbesondere Softdrinks, Fertiggerichte und Snacks enthalten viel davon. Wenn wir gestresst sind greifen wir häufig genau auf diese Lebensmittel zurück. Sie vermitteln uns das Gefühl weniger Stress zu haben, wenn das Essen fertig zum Verzehr geeignet ist und nicht erst noch zubereitet werden muss. Im Anschluss stellt sich sogar ein Gefühl der Zufriedenheit ein.

Was passiert wirklich, wenn wir im Stress auf Fast Food und Süßes zurückgreifen?

Dass der ständige Konsum von Zucker Krankheiten wie Diabetes und Übergewicht fördert ist bereits bekannt. Auch, dass Zucker eine stimmungsaufhellende Wirkung auf unsere Psyche hat, ist kein Geheimnis.
Was viele nicht wissen ist, dass Zucker unsere Stressreaktion und das Wohlbefinden langfristig negativ beeinfusst.

Die Stressreaktion

Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Herausforderungen. Wenn wir uns bedroht fühlen, wird das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet, das unseren Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Diese Reaktion ist aus evolutionärer Sicht sinnvoll: Sie hilft uns, in Gefahrensituationen schnell zu reagieren. Doch eine übermäßige und wiederholte Ausschüttung von Cortisol kann negative Auswirkungen auf den Körper haben – unter anderem auf das Immunsystem, den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden.

Einfluss von Zucker auf Stress

Zucker verstärkt die Wirkung von Cortisol. Wenn wir Zucker konsumieren, steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, was zu einer Insulinausschüttung führt. Dies wiederum hat Einfluss auf das Cortisol, da der Körper auf diese Blutzuckerschwankungen mit einer weiteren Produktion von Stresshormonen reagiert. Insbesondere bei einer übermäßigen Zufuhr von Zucker kann dies zu chronisch erhöhten Cortisolwerten führen, was langfristig die Stressresistenz verringert und das allgemeine Stressniveau anhebt.

Blutzuckerschwankungen

Sobald der Zucker im Blut wieder abgebaut wird, fällt der Blutzuckerspiegel rapide, was zu einer Art „Zuckercrash“ führt. Dieser plötzliche Abfall verursacht nicht nur Müdigkeit und Reizbarkeit, sondern setzt auch eine Kettenreaktion in Gang. Der Körper interpretiert den niedrigen Blutzucker als Stressfaktor und schüttet erneut Cortisol aus, um die Blutzuckerwerte zu stabilisieren. Dieser zyklische Prozess – von hohem Blutzucker zu einem schnellen Abfall – kann zu einer dauerhaften Belastung des Körpers führen und das Stressniveau erhöhen.

Psychologische Faktoren

Neben den physischen Reaktionen spielt auch die psychologische Komponente eine Rolle. Zucker hat einen süßen Geschmack, der dem Gehirn kurzfristig Freude bereitet. Diese „Belohnung“ kann zu einer emotionalen Abhängigkeit führen, die den Wunsch verstärkt, bei Stress nach Zucker zu greifen. Die daraus resultierende kurzfristige Linderung führt jedoch nur zu einem weiteren Teufelskreis: Je mehr Zucker konsumiert wird, desto größer wird der Stress und der Drang nach mehr Zucker.

Fazit

Die Beziehung zwischen Zucker und Stress ist komplex, aber eindeutig. Übermäßiger Zuckerkonsum kann die Ausschüttung von Cortisol verstärken, was zu einer höheren Anfälligkeit für chronischen Stress führt. Blutzuckerschwankungen setzen den Körper zusätzlich unter Druck und führen zu einer ständigen Belastung. Eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Zuckerkonsum sind daher wichtige Schritte, um die Stressreaktionen des Körpers zu regulieren und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

„Die Weisen erfreuen sich am Wasser“

(Konfuzius)

Stressfreie Ernährung beginnt mit deinen Getränken. Denn das was wir laut Ernährungspyraminde am meisten zu uns nehmen sollten sind Getränke!

Insbesondere in stressigen Phasen benötigt der Körper reichlich Wasser. Dabei kommt es nicht darauf an welche Zusammensetzung an Mineralstoffen es enthält. In erster Linie ist es wichtig, dass es ausreichend viel getrunken wird.

Empfehlenswert ist ein Wasser ohne Kohlensäure, da es den Körper nicht mit zusätzlich Säure belastet.

Dir schmeckt Wasser nicht? Gib ihm doch nochmal eine Chance! Es gibt so viele unterschiedlichen Sorten und sie schmecken tatsächlich alle anders:

Mach das Experiment! Teste ein paar Hersteller deiner Wahl und finde in deiner persönlichen Wasserverkostung deinen Favoriten.

Zuletzt ist es auch nicht die Funktion des Wassers toll zu schmecken. Es soll die voll Funktionfähigkeit deines Körpers sicherstellen, indem es deinen Organe und Zellen ausreichend mit Flüssigkeit versorgt.

Wenn du trotzdem den Reiz zum Wassertrinken vergrößern möchtest, so probiere es doch mit Infused Water: Füge einfach angeschnittene Früchte, frische Kräuter, Gemüse oder Gewürze hinzu und schmecke wie sie den Geschmack beeinflussen.

Viel Spass bei deiner Wasserverkostung!

„Eine gute Küche ist das Fundament allen Glücks.“

Auguste Escoffier, franz. Meisterkoch

Unsere Ernährung hat einen großen Einfluss auf unsere Stressreaktion, sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht.

Der Zusammenhang zwischen dem, was wir essen und wie wir auf Stress reagieren wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie z.B. die Nährstoffe der Lebensmittel und ihre Wirkung auf unser Hormonsystem.

Deutlich wird diese Reaktion durch die Wirkung von Zucker und einfachenen Kohlenhydraten. Diese können kurzfristig den Blutzuckerspiegel anheben und ’schnelle Energie‘ bereitstellen, was jedoch von einem raschen Abfall begleitet wird, der dann zu Müdigkeit und Reizbarkeit führt.
Diese Blutzuckerschwankungen können den Körper in chronischen Stress versetzten, da dieser ständig den Zustand von Stabilität anstrebt.
Langfristig kann eine Ernährung, die reich an Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln ist, Entzündungen fördern und die Stressbewältigung erschweren.

Jedoch gibt es auch Nährstoffe, die stressmindernd wirken.

Magnesium z.B. spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung des Nervensystems und kann helfen, den Stresslebel zu senken. Es beruhig die Muskeln, unterstützt die Funktion den Gehirns und hat eine entspannende Wirkung auf den Körper.
Auch Omega-3-Fettsäuren können die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol regulieren und so die Auswirkung von Stress mindern. Sie sind in fettem Fisch und einigen Algenarten enthalten.

Des Weiteren können Vitamine wie B6 und B12, die in Vollkornprodukten, Fleisch und grünen Blattgemüsen vorkommen, die Stimmung stabilisieren.
Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D ist ebenfalls von Bedeutung, da es nachweislich das Stressniveau beeinflusst und in Verbindung mit einer guten mentalen Gesundheit steht.

Außerdem spielt die Wirkung von Probiotika auf das Mikrobiom im Darm, eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Stress. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Ballaststoffen und probiotischen Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut ist, kann das Mikrobiom positiv beeinflussen und so das Stressniveau senken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Nährstoffen eine effektive Methode sein kann, um Stress zu reduzieren. Lebensmittel, die den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten versorgen, stärken das Nervensystem und fördern eine gesunde Stressbewältigung.

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