Stress-Esser – Wenn dir dein Leben nicht schmeckt

Ich habe eine Freundin. Eine sehr herzliche Person. Egal wie schlecht es ihr geht, sie ist immer für mich da. Und nicht nur für mich, auch für alle anderen: Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen. Sie legt sich richtig ins Zeug. Sie ist ein wirklich toller Mensch.

Doch so sehr ich das zu schätzen weiß, die meisten anderen in ihrem Umfeld wissen das nicht. Sie nutzen ihre Gutherzigkeit aus. Sie lassen sie arbeiten verrichten, auf die sie selbst keine Lust haben. Sie ignorieren ihren Wünsche, wenn sie selbst welche äußert. Und wenn etwas nicht zufriedenstellend verläuft, machen sie meine Freundin dafür verantwortlich. Am Ende des Tages ist sie alleine. Alleine mit ihren schweren Gefühlen.

Kennst du das auch? Für ein harmonisches Miteinander bist du gewillt dich richtig ins Zeug zu legen. Du übernimmst Verantwortung für dein Umfeld und versuchst zu helfen wo du kannst? Und gleichzeitig hast du deine eigenen Sorgen. Diese bereiten dir ordentlich Stress.

Wie letzte Woche bereits erwähnt, beginnen viele von uns in stressigen Situationen nach Essen zu greifen. Jedes kleine Häppchen ist ein willkommener Trost. Und das merkt sich dein Gehirn.

Praktisch gesehen passiert beim Stress-Esser nichts anderes, als bei einem Raucher oder Alkoholiker. Wir geben unserem Gehirn eine Portion Zufriedenheit und es beginnt sich damit zu begnügen. Bis das Glückgefühl wieder abnimmt, das Gehirn nach Nachschub verlangt und wir wieder den Impuls verspüren etwas essen zu wollen. Am besten sofort!

Was machen wir also in Situationen, in denen wir unserem Heißhunger gegenüberstehen?

Ein Patentrezept gibt es dafür nicht. Wir sind alle unterschiedlich, uns so sprechen wir alle auf andere Dinge an.

Grundsätzlich muss man sich 2 Realitäten stellen:

  • kurzfristig: Impuls des essen-wollens.
  • langfristig: Gefühl, das sich hinter dem Bedürfnis nach Glückgefühlen versteckt.

Um den Teufelskreis von Stress und Essen zu durchbrechen, ist es in erster Linie dem Impuls nicht wie gewöhnlich nachzugehen. Stattdessen:

  • Bewusst wahrnehmen, dass der Wunsch nach Essen da ist
  • Selbstakzeptanz üben
  • Alternativ reagieren
  • Achtsam sein

Wie die 4 Punkte im konkret umgesetzt werden können, erfährst du im Blog oder im persönlichen Coaching.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Stress-Essen ein erlerntes Verhalten ist. Die Funktionsweise des Körpers macht es schwer diese Gewohnheit abzulegen. Das Hormonsystem veranstaltet einen Coacktail aus Gefühlen in uns, die uns wie einen Roboter fernsteuern. Im Kern liegt allerdings ein ganz anderes Problem verborgen: du selbst kommst nicht auf deine Kosten. Nur wenn du das lebst, was dich wirklich glücklich und zufrieden macht, wird dir Hunger auf ständiges Essen vergehen.

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